1. Absage der Leipziger Tagung 2021


Sehr geehrte Mitglieder der Vereinigung der Zivilprozessrechtslehrer, 


Sehr geehrte Gäste der geplanten Leipziger Tagung 2021,


leider sind wir gezwungen, auch unsere für den 24. bis 26 März 2021 geplante Leipziger Tagung abzusagen. Die kaum mehr beherrschbare Entwicklung der Corona-Pandemie in den letzten Wochen lässt uns keine Wahl. Die mit dieser Veranstaltung verbundenen nicht kalkulierbaren gesundheitlichen Risiken wollen wir auch einem erwartet kleineren Teilnehmerkreis nicht zumuten. Zudem stehen uns ganz abgesehen von möglichen Einreise- oder Ausreiseschwierigkeiten der Teilnehmer weder Räumlichkeiten noch die sonst erforderliche Infrastruktur wie Hotels und Restaurants zur Verfügung.

Die Durchführung einer reinen Videokonferenz entspricht nicht dem Selbstverständnis unserer Vereinigung und kann auch sonst keinen annähernd adäquaten Ersatz für ein persönliches Treffen bieten. Die Entscheidung zur zweiten Absage wird vom Vorstand der Vereinigung und den Leipziger Organisatoren einmütig getragen.

 

Nach unseren weiteren Planungen wollen wir an der nächsten regulären Tagung Mitte März 2022 in Köln festhalten. Sie soll als Präsenz- oder als Hybridtagung stattfinden. Bei allen Unwägbarkeiten ist wegen der bevorstehenden weltweiten Impfungen Anlass zu vorsichtigem Optimismus gegeben. Der Vorstand bleibt bis dahin regulär im Amt.


Ein kleiner Lichtblick am Schluss: Wir machen uns natürlich jetzt Gedanken darüber, ob wir denjenigen für die erste ausgefallene Leipziger Tagung (25. bis 28. März 2020) angemeldeten Tagungsteilnehmern die Gelder ganz oder teilweise zurückzahlen können, auf deren Erstattung sie zugunsten unserer Vereinigung verzichtet haben. Der Vorstand wird darauf zu gegebener Zeit zurückkommen. Selbstverständlich streben wir eine Rückzahlung an. 


Wir wünschen Ihnen allen gesegnete und frohe Weihnachten und ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr. Es wäre schön, wenn wir uns anlässlich unserer nächsten Tagung wieder persönlich begegnen könnten.



 

Mit herzlichen Grüßen


Prof. Dr. Dr.h.c. Herbert Roth (Vorstand)



Prof. Dr. Christian Berger (Organisation Leipzig)




2. Leipziger Tagung 2020


Ankündigung der Tagung der Zivilprozessrechtslehrer in Leipzig


Sehr geehrte, liebe Mitglieder und Gäste der Vereinigung,


Die nächste Tagung der Vereinigung wird stattfinden vom


25. März bis 28. März 2020


in Leipzig.



3. Tagung in Basel 2018

Die Tagung unserer Vereinigung in Basel vom 28. Februar bis 3. März 2018 war ein wissenschaftliches und organisatorisches Highlight. Wir sprechen den Herren Kollegen Prof. Dr. Thomas Sutter - Somm und Prof. Dr. Roland Fankhauser, die diese Tagung mit so viel Engagement und Perfektion vorbereitet und durchgeführt haben, unseren herzlichen Dank aus.

 


4. Erhöhung des Mitgliedsbeitrags

Die Mitgliederversammlung hat eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags von derzeit jährlich 10 Euro auf künftig jährlich 30 Euro ab dem Jahre 2015 beschlossen. Ich darf die Mitglieder höflich um Beachtung bitten. 



 5. Gemeinsame Resolution

Die Mitgliederversammlung hat einstimmig eine vom Vorstand zur Diskussion gestellte Resolution zur Stärkung des Zivilprozessrechts in Forschung und Lehre beschlossen. Die wissenschaftliche Vereinigung für internationales Verfahrensrecht trägt diese Resolution in vollem Umfang mit. Herrn Kollegen Prof. Dr. Burkhard Hess sei dafür in seiner Eigenschaft als Vorstand der Vereinigung an dieser Stelle herzlich gedankt. Die Vorstände der beiden Vereinigungen haben die Resolution lediglich redaktionell überarbeitet und in dem nachstehend mitgeteilten Wortlaut den Wissenschafts- und Justizministern, den Rektoren und Dekanen (Rechtswissenschaft) der deutschen Universitäten, dem Juristentag, dem Wissenschaftsrat, dem Juristenfakultätentag und weiteren Institutionen übermittelt:

 

 

Gemeinsame Resolution

 

der Vereinigung der Zivilprozessrechtslehrer und der wissenschaftlichen Vereinigung für internationales Verfahrensrecht 

 

zur Zukunft des Zivilverfahrensrechts

 

 

Das Verfahrensrecht ist für den demokratischen Rechtsstaat von zentraler Bedeutung. Nur eine leistungsfähige Justiz und ein effizientes Prozessrecht gewährleisten Frieden und Freiheit, davon zeugen historische und rechtsvergleichende Erfahrungen. Die Verfassung garantiert dem Bürger die verfahrensmäßige Realisierung von Ansprüchen und Rechten. Das Zivilverfahrensrecht nimmt darüber hinaus im Prozess der europäischen Rechtsharmonisierung eine Vorreiterrolle ein. Das universitäre Studium der Rechtswissenschaft bleibt ohne eine solide prozessuale Ausbildung schlicht unvollständig: Das Recht bewährt sich im Prozess, wer Urteile verstehen will, muss die Verfahren kennen, in denen Urteile gesprochen werden. Ein Verzicht auf das Verfahrensrecht würde die Juristenausbildung lebensfremd machen und würde zudem dessen gesellschaftliche Bedeutung verkennen. Die in den Perspektiven der Rechtswissenschaft in Deutschland formulierte Empfehlung des Wissenschaftsrates, in der rechtswissenschaftlichen Ausbildung auf eines der Prozessrechte zu verzichten, wird der zentralen Bedeutung des Prozessrechts nicht gerecht. Sie setzt sich zudem in Widerspruch zu der mit Recht geforderten Internationalisierung der Rechtswissenschaften, die seit Jahrzehnten im Zivilverfahrensrecht vorbildlich verwirklicht ist.

 

Deshalb ist ganz im Gegenteil eine stärkere Betonung des Zivilverfahrensrechts und anderer Formen der Streitbeilegung in der Juristenausbildung dringend geboten. Mit großer Sorge beobachten wir daher die Zurückdrängung des Zivilverfahrensrechts bei der Besetzung von Lehrstühlen und in der Ersten Juristischen Prüfung. Die Vereinigung der Zivilprozessrechtslehrer und die wissenschaftliche Vereinigung für internationales Verfahrensrecht wenden sich gegen derartige Tendenzen und fordern stattdessen die Stärkung der zivilverfahrensrechtlichen Forschung und Lehre zur Sicherung einer rechtsnahen Streiterledigung als eines gesellschaftlichen und rechtsstaatlichen Grundbedürfnisses.

 

 

Freiburg, am 28. März 2014

 

 

Prof. Dr. Herbert Roth

Vorstand

der Vereinigung der

Zivilprozessrechtslehrer

Prof. Dr. Burkhard Hess

Vorstand der

Wissenschaftlichen

Vereinigung für

Internationales

Verfahrensrecht

 

 

 


März 2012

Neuwahl des Vorstandes

Prof. Dr. Herbert Roth (Vorsitzender)

o.Univ.-Prof. Dr. h.c. Dr. Walter H. Rechberger

Prof. Dr. Astrid Stadler

 


März 2016

Änderung des Vorstandes

Prof. Dr. Herbert Roth (Vorsitzender)

Prof. Dr. Paul Oberhammer

Prof. Dr. Astrid Stadler